Was ist Shiatsu?

Shiatsu ist eine Akupressur-Technik asiatischer Herkunft, die schon vor 5000 Jahren entwickelt wurde. Die Japaner haben im Laufe der Zeit viele chinesische Techniken perfektioniert und ihnen den Namen Shiatsu (Fingerdruck) gegeben. Seit Jahrzehnten wird Shiatsu auch erfolgreich bei Pferden eingesetzt.

Mittels Shiatsu werden die Energiebahnen (Meridiane) behandelt. Diese Meridiane sind direkt mit den Organen verbunden. Im ganzen Körper werden Muskeln gelockert und Akupunkturpunkte behandelt. Diese Behandlung beruhigt, und stimuliert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Auch nach der ersten Shiatsu-Behandlung eines Pferdes bemerkt man schon eine Verhaltensänderung, die sich einige Zeit fortsetzt und letztlich zu einem deutlichen körperlichen und geistigen Fortschritt des Pferdes führt!

Wie funktioniert es?

Vor der ersten Shiatsu-Behandlung, wird der physische und psychische Zustand des Pferdes mit dem Besitzer besprochen. Mögliche Beschwerden sind: Steifheit, Stress, Verhaltensstörungen, Hufrehe, Angst / Panik, Verdauungsstörungen, Müdigkeit, Kopfschütteln, Hautprobleme, Lethargie, Koliken, Nervosität …

Während einer ersten Behandlung, werden die Muskeln (Rücken, Hüfte, Nacken, Wangen, …) gelockert. Dann wird mit der Hand oder dem Finger Druck auf Akupunkturpunkte der zu behandelnden Meridianen ausgeübt. Nach der Behandlung bleibt das Pferd am besten ein paar Tage auf der Wiese. Es ist wichtig, dass genügend frisches Wasser zur Verfügung steht, damit das Tier alle freigesetzten Giftstoffe richtig ausscheiden kann. Dies könnte in den ersten Tagen etwas Steifheit mit sich bringen.

Nach einer oder mehreren Shiatzu-Behandlungen, wird das Pferd sich besser fühlen, und folglich mehr leisten.. Das Tier findet körperliche und geistige Ruhe. Es wird weniger müde, entspannter und flexibler sein, der Kreislauf und die Kondition werden sich verbessern, usw.

Frequenz?

Die Zeitspanne zwischen den Shiatsu-Behandlungen hängt von den zu behandelnden Symptomen ab. Generell erfolgen die ersten Behandlungen schnell nacheinander (jede Woche). Dann bauen Sie am besten die Behandlungen (wie zB. den Hufschmiedbesuch) in den festen Versorgungsplan Ihres Pferdes ein. Eine ideale „Wartungsfrequenz“ ist alle 4 bis 6 Wochen. Ein paar Mal im Jahr ist sicherlich kein Luxus … Ihr Pferd wird es Ihnen danken; das Pferd ist ja das wichtigste Teil des Reiters!

Ausbildung

Shiatsu-Therapie für Pferde bei Equina, einer von der BSF akkreditierten Schule.